Wenig Krise, viel Organisation: Tour-Gipfel

Na, da war im Vorfeld wohl doch etwas zu viel spekuliert worden. Das letzte Zusammentreffen aller Teilnehmer vor der großen Fahrt am heutigen Sonntag in Carlow verlief dann doch recht harmonisch und effektiv. Nicht zuletzt dank Friedhelm, der die Prinzipien des Führens einer Kommune kurzerhand auf die Tour-à-France-Fahrer übertrug.

„Da muss einer für verantwortlich sein!“ Unter Friedhelms gestrengem Blick wagte kaum einer, sich irgendwelcher Pflichten zu entziehen. Bogo beispielsweise wurde nach kurzer Diskussion zum Schatzmeister des Teams erklärt, Petra in die Funktion des Chronisten berufen. Calle hat für Getränkenachschub zu sorgen, Silvia klärt weitere Versorgungsfragen, Marianne hält den Kontakt zu den Begleitfahrzeugen und programmiert ihr Handy so, daß Calle es auch bedienen kann. Renate ist für Stimmung verantwortlich, weigerte sich aber unerklärlicherweise noch, zu singen.

Und der Schreiber dieser Zeilen? Hat den Hänger zu bewachen, Hotelzimmer zu besorgen, das Ein- und Aus-Checken vorzunehmen, die Einkäufe zu erledigen, die Information der daheim gebliebenen über das Internet zu gewährleisten, nach dem Frühstück abzuwaschen, die Koffer in den Mini-Van zu bringen, sich für eventuelle Anforderungen der Radler unterwegs bereit zu halten, die Kühltaschen aufzuladen und dabei darauf zu achten, daß die Autobatterie nicht leer wird. Hoffentlich habe ich da jetzt nichts vergessen.

Krisen-Gipfel

Wie man zwischen den Zeilen lesen kann, ist es uns leider nicht geglückt, die rot-grüne Bundesregierung zu einem schnellen und totalen Abwürgen der Konjunkturerholung zu bewegen. Calle muss arbeiten, es bleibt dabei. Aber er hält ständigen Kontakt: An den Wochenenden begleitet er die Tour (auch am Start-Sonntag) und in der letzten Woche sowieso. Vielleicht aber läßt ihn die Firma aber auch schon etwas früher ziehn. Wir würden uns freuen.

Los geht es, so wurde von der Vollversammlung noch einmal explizit bestätigt, am nächsten Sonntag um 10 Uhr in Krummesse. Dazu finden sich die Tour-Teilnehmer um 9 Uhr bei Friedhelm ein. Nach einem Foto-Termin für die Presse und (wahrscheinlich) Reden der beteiligten Kommunalpolitiker, in denen sie noch einmal die Bedeutung der Tour-à-France für sich, uns und die beteiligten Gemeinden sowie die Völkerfreundschaft im Allgemeinen betonen, geht es dann aufs Rad Richtung Winsen/Luhe (Niedersachsen), kurz hinter Geesthacht an der Elbe gelegen.

An diesem ersten Tag wird Calle noch den 70-Tonnen-Anhänger übernehmen, auf dem sich nach letzten Informationen neben zwei Ersatzrädern und einer Regentonne auch noch 8 Stühle, ein Tisch, ein Sonnenschirm, ein Grill, 3 Sack Holzkohle, die komplette Küchen-Hochzeitsausstattung der Familie Michaelis (Teller, Bestecke usw.), Zelte, Schlafsäcke, Werkzeuge, Wasch- und Putzmittel, Wäscheleinen, Arzneien, Gesellschaftsspiele, Getränkekästen und viele Überraschungen mehr befinden sollen. Zum allgemeinen Bedauern scheint der Räucherofen übrigens keinen Platz mehr zu finden. Ab Montag darf ich dann das doppelachsige Ungetüm über die deutschen Straßen lenken.

Insgesamt, so kam es dem Beobachter vor, ist die Stimmung noch außerordentlich gefaßt und optimistisch. Na, mal sehen, ob das nächste Woche um diese Zeit, nach dem Erreichen des ersten Etappenzieles, immer noch so ist.

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Was kippt zuerst: Der Anhänger oder die Stimmung? Bleibt das Wetter so bombastisch? Wer lacht zuletzt und dann am Besten? Steht alles auf den nächsten Seiten!

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