Grenz-Erfahrungen

Die Reiseleitung hat in der Halbzeit von Argentinien-Brasilien entschieden: Wir versuchen, noch einmal in Deutschland zu übernachten. Und was die Reiseleitung beschließt, wird sein.

Insgesamt wurde es dann ein Tag voller Harmonie. Und voller Überraschungen. So mag es der Berichterstatter.

Zunächst einmal zum Wetter. Da hatten wir irres Schwein. Während es überall um uns herum schüttete, kamen die Radler bis auf ein wenig Regen relativ ungeschoren davon.

Regenfest
Regenfest

Großes Hallo dann in Alstätte, dem Übernachtungsort des fünften Tages der großen Tour-à-France. Calle ist wieder zu uns gestoßen. Für alle, die es nicht gleich parat haben: Mariannes Mann, das ist der, der das Krummesser Begleitfahrzeug und den lächerlichen 1,6-Tonnen-Anhänger führen sollte, den ich in den letzten Tagen ohne jedes Problem hinter meinem Toyota her zog. Calle ist ein Opfer der anziehenden Konjunktur in der Lebensmittelindustrie – seine Firma konnte ihm wegen übervoller Auftragsbücher nicht frei geben. Nun also begleitet er uns erneut.

Herzliche Begrüßung von Calle
Herzliche Begrüßung von Calle

Nächste Überraschung: Die Strecke heute war die kürzeste der gesamen bisherigen Tour. „Nur“ 75 km. Start in Hörstel, dann über Neuenkirchen, Heek, Ahaus nach Allstätten. Die Reiseleitung scheint angesichts der bisher zurückgelegten 453 Kilometer milde gestimmt. Immerhin kann sie zufrieden verbuchen: Die Hälfte der insgesamt zu fahrenden Radkilometer sind wohl absolviert.

Auch nicht gerade bisherige Praxis: Es wurden Pausen gemacht. In Neukirchen, Ochtrup, Ahaus. Mit Kirchenbesichtigung und Beobachtung des Starts von 21 Tauben (gemeint sind die Vögel). Ganz besonderes Highlight war dabei unser Picknick in Ochtrup am Rande eines Sportplatzes. Friedhelms Tisch wurde vom Hänger geholt, Blümchen auf den Tisch gepackt, das restliche Hasseröder brüderlich und schwesterlich geteilt – fast romantisch. Und am Ziel, unmittelbar an der holländischen Grenze (südlich von Enschede/Gronau) gelegen, erwartete uns noch einmal ein Spitzenhotel. Herz, was willst Du mehr.

Picknick in Ochtrup. Romantisch!
Picknick in Ochtrup. Romantisch!

Dennoch gilt es von einem besonderen Vorkommnis zu berichten: Friedhelms Fahrrad ist kaputt. Niemand weiß genau, wie es passiert ist: War er abgelenkt, machte Renate eine Bemerkung, die ihn aufregte, oder wollte er unberechtigterweise die Führung der gesamten Truppe übernehmen, obwohl Silvia dran ist? Wie dem auch sei, irgendetwas brachte ihn auf den Boden der Tatsachen und im Hinterrad findet sich seitdem eine Acht. Glücklicherweise gibt es hier einen ausgezeichneten Fahrradladen: Die Jungs wollen sein Rad bis morgen früh 09:30 Uhr repariert haben. Hoffentlich klappt das!

Am Abend, Friedhelm hatte sein Rad längst im Laden abgegeben, gab es dann noch „Antons schwarz gebrannten“. Eine Spezialität des Hauses, in dem wir übernachten. Ob Bilder von dem gemütlichen Beisammensein veröffentlicht werden dürfen, ist in der Reiseleitung derzeit noch heftig umstritten.

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