Skandal

Die Frauen haben, wenn man nur die Radfahrer betrachtet, eine relative Mehrheit. Und die haben sie gestern für einen Skandalbeschluss ausgenutzt: Wir müssen, weil Sonntag ist, bis 9 Uhr schlafen und das Team darf auch nur bis Breda fahren. Lächerliche 50 km. Laut Straßenkarte.

Ansonsten hat uns Calle heute wieder verlassen, der Job in Lübeck ruft. Hoffen wir, daß er schon bald wieder Überstunden abbummeln darf. Jetzt hängt dieser riesige 70-Tonnen-Anhänger wieder an meinem armen Familien-Toyota, der doch mächtig zu ziehen hat und deshalb besonders viel säuft. Und das bei Spritpreisen von 1,35 Euro pro Liter (heute bezahlt!)

Manchmal hilft die Natur den Radlern: Über Kanäle geht es per Boot
Manchmal hilft die Natur den Radlern: Über Kanäle geht es per Boot

Die Tour war heute doch recht anstrengend: Eine drückende Schwüle lag über der Landschaft zwischen Maas und Waal. Das war schon im Auto unangenehm.

Unterwegs trafen wir auf Kollegen aus der Rad-Abteilung Sport: Die Gegend an der Bergischen Maas wurde für die Austragung des Coca-Cola-Cups ausgenutzt – ein Straßenradrennen. Um die Profis nicht allzu sehr zu blamieren ließen wir sie dann letztlich ziehen.

Radrennen
Petra gelang es, beim Überholen ein Foto vom Rennen um den Coca-Cola-Cup zu machen.

In Bezug auf die Hotels haben wir heute die Taktik geändert: Ich fuhr schon früh nach Breda, buchte ein Hotel (erneut ein Campanile an der Autbahnausfahrt Breda Nord) und dann wieder der Truppe entgegen. Hotels suchen ist ansonsten eine Wissenschaft für sich. In Breda selbst, wo ich es zuerst versuchte hatten sämtliche Herbergen stolze Zimmerpreise zwischen 130 und 160 Euro ausgewiesen. Wer soll sowas eigentlich bezahlen?

Von wegen keine Kultur: Besichtigung von Burg Löwenstein bei Woudrichem
Von wegen keine Kultur: Besichtigung von Burg Löwenstein bei Woudrichem

Ansonsten gibt es heute noch einen ganz besonderen Service für die Radfahrer: Einen Shuttle-Service in die Stadt, deren Zentrum ja nun doch noch gut 5 Kilometer vom Hotel entfernt liegt. Die Idee wurde gut angenommen, wobei Silvi feststellte, daß es sich im Auto doch recht komisch sitzt.

In Breda selbst tobte in einer Fußgängerzone das Leben. Ein Straßencafé neben dem anderen, Live-Musik in manchen Kneipen, viele Jugendliche. Nach zwei Stunden hingegen wurde es ruhiger. Dann war die Sonne untergegangen und die Straßen leerten sich wieder. Ein Grieche war gut 100 Euro reicher, weil er eine ausgehungerte Sportlertruppe beköstigen durfte.

Irgendiwe scheinen die holländischen Zweiradfahrer besser ausgestattet
Irgendiwe scheinen die holländischen Zweiradfahrer besser ausgestattet

Insgesamt legte die Tour-à-France gestern wieder beachtliche 68 Kilometer zurück.

Ehe ich das vergesse: Instruktion an 001, so geheim, daß besser niemand anders hier mitliest: Wir haben uns auf einen Einrolltermin in Bonningues les Calais geeinigt. Wir wollen 19 Uhr vorfahren, damit möglichst viele schon von der Arbeit zurück sind. Wenn noch später noch besser wäre, bitte Bescheid sagen!

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Wie lange reicht noch das deutsche Bier? Eine bange Frage, auf die ich sicher bald Antwort erhalte!

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