Dritte Etappe: Krausnick – Schlepzig (56 km)

Von Krausnick geht es an einer wunderschönen Fachwerkkirche vorbei in Richtung Köthen.

Fachwerkkirche
Fachwerkkirche

Das Problem: Köthen liegt im sogeannten Berg-Spreewald und das ist wörtlich zu nehmen. Der Anstieg auf 140 Meter Höhe auf einem Sandweg schlaucht etwas. Und noch schlimmer: Die Forst holt gerade Bäume aus dem Wald. Und hat deshalb die Waldwege mit Schotter aufgefüllt. Tödlich für Radfahrer. Das schlimmste Stück der ganzen Tour. Nach zwei anstrengenden Kilometern geht es dann aber über gute Waldwege an den Köthener Seen vorbei. Der romantische Weg entschädigt dann etwas.

Die einzige (?) Gaststätte in Köthen öffnet leider erst um 12 Uhr, also fahren wir schnurstracks weiter auf einer hervorragenden Asphaltstraße nach Groß Wasserburg. Hier findet sich zum Glück ein Kanuverleih mit angeschlossenem Biergarten und Gaststätte am sogenannten Randkanal. Reicht für uns.

Ein erstes Bierchen am Randkanal
Ein erstes Bierchen am Randkanal – Herrlich

Weiter geht es über öffentliche Straßen (kein Radweg) nach Leibsch (historische Schleuseneinrichtungen und moderne Wehranlagen) und dann weiter zum Neuendorfer See. Zwar immer noch auf öffentlichen Straßen (auch ein kleines Stück auf der B179), aber die sind zum Glück nicht sehr befahren.

Eine historische Wehranlage
Eine historische Wehranlage am Wegesrand (Wehr im Sinne von Wasser)

Je näher man der Spitze des Sees kommt, desto ungemütlicher wird der Weg, zum Stück fahren wir ein Stück sogar auf Betonplatten. Empfehlenswert: Die Gaststätte an dem Campingplatz am Ortseingang von Alt Schadow, sehr leckeres (Fischgerichte) und preiswertes Essen.

Der weitere Weg führt mitten durch weite, märkische Kiefernwälder bis Pretschen, dann über öffentliche Straßen nach Gröditzsch. Da die Hälfte unserer Truppe den Gurkenradweg-Etappenort Groß Leuthen schon von einer anderen Tour kannte, ließen wir diesen Abschnitt aus (lohnt sich aber, u. a. wegen des ehemaligen Schlosses der Grafen von Schulenburg, derzeit wohl wieder in Privatbesitz). Über Krugau machen wir uns auf in Richtung des Etappenzielortes Schlepzig – wobei die letzten drei Kilometer über einen unangenehm versandeten Waldweg führen. Am Abend sind wir nach 56 km Fahrt fast wieder an unserem Ausgangspunkt zurückgekehrt – Krausnick liegt nur 2 Straßenkilometer von Schlepzig entfernt, wie uns ein Schild verrät.

Schlepzig selbst ist übrigens äußerst lohnenswert: Die Kanutouren sind hier wesentlich entspannter als im touristischen Hauptort Lübbenau. Ein Fährmann nahm uns auf Zuruf mit (offiziell gab es die nächste Tour erst am nächsten Morgen), für 5 Euro je Person konnten wir noch die herrliche Ruhe der Kanäle, die breitbandige Prachtlibelle, Insel, Wiesen und von Bibern umgelegte Bäume im Vorübergleiten genießen.

Spreewald-Romantik
Spreewald-Romantik

Genuß anderer Art dann auch in der Privatbrauerei- und brennerei nahe des Hafens (mit großem Biergarten). Der Brauort des sehr angenehmen Spreewaldbieres dürfte nicht mehr lange Geheimtipp bleiben.

Urige Brauerei
Die Brennerei hat für jeden was – sogar Kleinigkeiten

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