Vierte Etappe: Schlepzig – Straupitz – Burg (48 km)

Ein wunderbares Wetter: Fast windstill, 25 Grad, Sonne. Was will Radfahrer mehr?

Wir machen uns am frühen Morgen von Schlepzig, dem nördlichen Tor zum Spreewald, aus wieder auf ins Biosphärenreservat. Es geht auf einem trockenen, staubigen Sommerweg entlang zahlreicher Fischteiche zurück in Richtung Lübben. Eigentlich streift der Gurkenradweg die Stadt nur, aber wir nutzen die Chance, beim ersten Besuch entgangenes nachzuholen, sehen uns die Schloss-Insel, wo zahlreiche Freiluftveranstaltungen bis hin zu Rock-Konzerten stattfinden, und den Kahn-Hafen an. Und genießen das Verladen der Touristen auf die Spreewald-Kähne bei einem Bierchen und frischen Knoblauch- und Gewürzgurken, die dort natürlich auch verkauft werden.

Gehört einfach zum Spreewald: Gurken und Bier
Gehört einfach zum Spreewald: Gurken und Bier

Dann geht es weiter in Richtung Straupitz. Wir folgen zunächst dem sogenannten Nordumfluter. Nach rund 25 km essen wir „In Mühle“ (heißt wirklich so) in Alt Zaucher. Die hausgemachte Grützwurst ist dort besonders empfehlenswert.

In Mühle
In Mühle

Die nächste Station aber lohnt sich ganz besonders und letztlich haben wir auch fast drei Stunden dort verbracht. Straupitz lockt mit Kirche, altem Speicher und einer ganz besonderen Holländer-Mühle.

Die Kirche entstand nach Entürfen des großen preußischen Baumeisters Karl-Friedrich Schinkel als Schlosskirche und wurde im Stile einer altrömischen Basilika gebaut. Zu DDR-Zeiten war sie in ziemlich heruntergekommenem Zustand, zwischen 2000 und 2003 hat man sie wieder zurück in ihren alles überstrahlenden Zustand gesetzt. Als Eintritt wird eine Spende von einem Euro erbeten.

Schlosskirche zu Straupitz
Schlosskirche zu Straupitz

Der Speicher steht auf dem Gelände des ehemaligen Schlosses und bietet „Omas Küche“ – handgemachten Kuchen und Kaffee im Ambiente einer bäuerlichen Gaststube des vorigen Jahrhunderts. Für Töpfer-Ausstellung und weitere Besichtigung fehlte uns die Zeit.

Die Holländer-Windmühle ist die einzige noch produzierende Dreifach-Windmühle Europas. Sie wird genutzt als Mahl-, Öl- und Sägemühle. Die 3 Euro 50 Eintritt lohnen sich auf alle Fälle, denn engagierte Ehrenamtler zeigen, wie Leinöl gepreßt wird (darf man auch kosten) oder Baumstämme zu Brettern zersägt werden – alles auf originalen Maschinen vom Anfang des vorigen Jahrhunderts.

Die einzige noch produzierende Dreifach-Windmühle Europas.
Die einzige noch produzierende Dreifach-Windmühle Europas.

Unser Hotel, das Seehotel bei Burg, erreichen wir über gut asphaltierte Straßen nach insgesamt 48 an diesem Tag gefahrenen Kilometern. Wer Entspannung bei Wellness und gutem Essen sucht ist hier genau richtig: Die Frauen waren von dem Spa-Bereich mit naturbelassenem Badeesee begeistert, ich von dem sehr preiswerten, reichlichen Bauern-Teller (8 Euro 50) mit seinen Spreewälder Spezialitäten.

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