Sprach-Genie

In meinem Alter sollte man sich sowas wie Russisch nicht mehr zumuten. Kyrillische Schrift. Sechs Fälle. Unaussprechliche Buchstaben die solch prosaische Bezeichnungen wie Weichheitszeichen und Hartheitszeichen tragen. Aber die meisten Usbeken verstehen angeblich Russisch, also versuchen wir es damit.

Dafür haben wir uns eine Einsteiger-CD zugelegt, deren Lektionen ich seit Wochen morgens und abends im Auto abarbeite. Fröhliche Russen sprechen vor und ich brabbel mürrisch nach.

Gut, ein paar Sachen sind inzwischen unauslöschlich in mein Gehirn eingebrannt. Ana leschit na tachta – sie liegt auf dem Bett, zum Beispiel. Oder dostoprimetschatelnosti – die Sehenswürdigkeiten. Ob man das jemals braucht – andere Frage.

Ja prosto wowtorge – ich bin begeistert, werde ich auf alle Fälle mal einsetzen: Herrliches Angeber-Russisch.

Nun gibt es leider auch sehr viel Worte, die wollen einfach nicht mehr in meinen alten Kopf hinein: Was hieß nochmal djestwitjelno? Aber dafür habe ich ja zum Glück eine Übersetzer-App auf dem iPhone:

„Wirklich“ teilt mir eine Frauenstimme mit. Ah ja.

Und was hieß nochmal nawerno? Die Übersetzer-App zögert keine Sekunde:

„Na Werner“.

Usbekinnen posieren für meinen Vater

Vor 50 Jahren kam mein Vater in dem Land prima auch ohne Russisch zurecht – hier posen sprachlose Usbekinnen für den attraktiven Ausländer.

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